Kann UV-Lichttherapie gegen Osteoporose helfen?
Ja, die UV-Lichttherapie kann zur Prophylaxe und gegen Osteoporose eingesetzt werden. In Deutschland leiden ca. 6-8 Millionen Menschen unter Osteoporose, dem Knochenschwund. Der Name Osteoporose setzt sich aus den Begriffen „os“= der Knochen und „porus“= das Loch zusammen. Bei den Betroffenen nimmt die Knochendichte stark ab und es tritt eine erhöhte Anfälligkeit für Frakturen (Knochenbrüche) auf. Diese sind mit starken Schmerzen verbunden und heilen oft sehr schlecht.
Über 50 % der Patienten mit Osteoporose leiden unter einem Vitamin D-Mangel. Beim Vitamin D handelt es sich um ein Hormon. Es bewirkt, dass Kalzium aus den Nahrungsmitteln in die Knochen eingelagert wird. Kalziumlieferanten sind z. B. Milchprodukte, Hartkäse, grünes Gemüse wie Fenchel, Grünkohl oder Brokkoli. Auf sog. „Kalziumkiller“ wie Alkohol, Koffein, Fleisch, Wurst oder Süßigkeiten sollte dagegen verzichtet werden.
Ei und Fisch sind Hauptlieferanten von Vitamin D. Das Vitamin D wird unter dem Einfluss von Sonnenlicht oder UV-B-Strahlung selbst vom Körper hergestellt, d.h. es fördert die Vitamin D-Synthese im Körper. Ca. 3 Bestrahlungen pro Woche mit UV-B Licht auf Gesicht, Hände und / oder Unterarm reichen aus, um im Blut den Vitamin D-Spiegel konstant zu halten. Verantwortlich für die Vitamin D-Produktion sind nur die kurzwelligen UV-B-Strahlen. Studien belegen, dass durch die Bestrahlung mit natürlichem oder technisch hergestelltem UV-Licht (UVB) der Vitamin D-Stoffwechsel normalisiert wird und sich dieses positiv auf die Knochen auswirken kann. Es entstehen keine Nebenwirkungen wie z.B. bei der Einnahme von Vitamin D-Präparaten (Schmerzen an Muskeln und Gelenken). Durch eine UV-Bestrahlung erfolgt in Leber und Niere eine Hydroxilierung, wodurch die bioaktive Form des Vitamins D3 entsteht, den Kalziumstoffwechsel anregt und sich positiv bei Osteoporose auswirken kann.
Das Wirkungsspektrum des UV-induzierten Vitamins D ist auf den UV-Bereich kleiner 320 nm begrenzt. Eine sehr niedrige Dosierung reicht aus, die weit unterhalb der Erythemgrenze liegen kann. Bei solch einer niedrigen Dosierung kann kein Sonnenbrand entstehen.