Lichttherapie

Das Licht, das Auge und der menschliche Rhythmus

Heute weiß man, daß Licht für viele Abläufe im Körper als Zeitgeber wirkt. Dabei gelangt das helle Licht über das Auge und die Sehnerven in Form elektrischer Impulse zur "inneren Uhr" unseres Gehirns.

Sie nutzt die Hell-Dunkel-Informationen und veranlaßt andere Hirnstrukturen zur rhythmischen Ausschüttung chemischer Botenstoffe und Hormone. Dies sind z.B. das schlaffördernde Hormon Melatonin einerseits und die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin als "Gute-Stimmung-Macher" andererseits.

Bei Dunkelheit wird müdemachendes Melatonin produziert, bei genügend Licht wird die Produktion gestoppt. Die Anwendung der Lichttherapie ist sehr einfach und dauert etwa eine halbe bis zu zwei Stunden, je nach Stärke der benutzten Lampen.

Die Lampen bestehen meist aus Leuchtstofflampen, die eine Lichtintensität von 2.500 - 10.000 Lux abgeben.

Der UV-Anteil wird wegen der möglichen Risiken für Haut und Augen herausgefiltert.

Auch Infrarotstrahlen werden soweit wie möglich ausgeschaltet wegen des möglichen Erkrankungsrisikos am grauen Star.

Während der Behandlung sitzen die Patienten etwa einen halben bis einen Meter vor der Lampe. Sie sollten die Augen offenhalten, können während der Bestrahlung aber lesen oder arbeiten, fernsehen oder sich auf dem Heimtrainer abstrampeln.

Immer wieder einmal wird spekuliert, daß es sich bei den Erfolgen der Lichttherapie um einen Placebo-Effekt handeln könnte - also eine positive Wirkung, die allein auf dem Glauben basiert. Doch bei den meisten Patienten ist die Wirkung offenbar ganz real, denn Versuche mit weniger hellem Licht brachten nur in sehr seltenen Fällen einen Therapieerfolg.

Die Lichttherapie wird eingesetzt bei folgenden Indikationen:

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