Hierbei wird ein spezieller Photosensibilisator im Tumorgewebe angereichert und dann mit einer bestimmten Wellenlänge des sichtbaren Lichtes bestrahlt. Das Zusammentreffen von Licht und Photosensibilisator erzeugt ein Zellgift, welches die Tumorzellen zerstört.
Die PDT eignet sich beispielsweise für die Behandlung von aktinischen Keratosen im Gesicht und am Kopf sowie von oberflächlichen und nodulären Basalzellkarzinomen. Die aktinische Keratose wird durch Lichteinwirkung ausgelöst und gilt als Krebsvorstufe. Bei etwa 20% der Betroffenen entsteht daraus ein spinozelluläres Karzinom. Das Basalzellkarzinom (Basaliom) ist der häufigste aggressive epitheliale Tumor der Haut. Bei diesen Erkrankungen werden derzeit kontinuierliche Zunahmen beobachtet.
Die betroffenen Hautareale werden zweimal im Abstand von 7 Tagen photodynamisch behandelt. Nach Entfernung von Schuppen und Krusten, wird die Creme dünn aufgetragen und für eine bestimmte Zeit luftdicht okkludiert. Nach einigen Stunden hat sich der Wirkstoff bevorzugt in den entarteten Zellen der Haut angereichert. Aus dem ALA (Aminolaevulinsäure) entsteht in mehreren Schritten körpereigenes Protoporphyrin IX (PP9), welches als starker Photosensibilisator wirkt.
Ein guter Therapieerfolg kann nur bei Erzielung einer größtmöglichen Eindringtiefe erreicht werden. Günstige Ergebnisse werden mit Rotlicht mit Wellenlängen um 630 nm /- 30 nm erzielt.
Die neuen Wirkstoffe, z.B. MAOP, erzielen eine gute Selektivität bei der Anreicherung mit Porphyrin im neoplastischem Gewebe und belasten kaum die gesunde umliegende Haut des Patienten.
Die PDT überzeugt nicht nur durch die Wirksamkeit des Verfahrens, sondern auch durch den guten kosmetischen Effekt. Ein Therapieerfolg der behandelten Läsionen hat in der Regel mit ein sehr gutes ästhetisches Ergebnis zur Folge. Die von anderen Verfahren her übliche Narbenbildung tritt bei der PDT nicht auf. Auch ist die PDT in der Regel deutlich weniger schmerzhaft, als beispielsweise bei eine entsprechende Laser-Behandlung. Während der Belichtung kann es zu einem leichten Brennen kommen, welches aber verträglich ist. Nach drei Monaten ist in der Regel mit einem vollständigem Verschwinden der Läsion(en) zu rechnen.
Es handelt sich in der Regel um eine nebenwirkungsarme, sehr sichere Methode zur Entfernung von Hautveränderungen, die sonst zwingend operativ behandelt werden müssten.