Mobiles EKG im Taschenrechnerformat von DAVITA®

Der Begriff des EKG’s

Das EKG (Elektrokardiogramm) stellt die abgeleitete und sichtbar gemachte elektrische Aktivität des Herzens dar. Es besteht aus einer Reihe aufeinander folgender typischen Wellenformen. Diese wiederholen sich mit jeder Pumpaktion des Herzens. So lässt sich die Herzaktivität von außen beobachten. Mit Hilfe des EKG’s kann beurteilt werden, ob das Herz normal arbeitet oder Abweichungen vorliegen.

Anatomie des Herzens

Für das Verständnis des EKG’s ist die Kenntnis des Aufbaus und des Blutflusses des Herzens wichtig. Das Herz wird als Hohlmuskel bezeichnet, der in vier Kammern unterteilt wird. Dies sind der rechte Vorhof, die rechte Kammer und der linke Vorhof und die linke Kammer. Das Blut fließt über die Vene in den rechten Vorhof und strömt durch die Trikuspidalklappe in die rechte Kammer. Es wird dann von der Pulmonalklappe in die Lungenarterie gepumpt. In der Lunge erfolgt die Sauerstoffanreicherung des Blutes und Kohlendioxyd wird eliminiert. Danach fließt das Blut über die Lungenvenen in den linken Vorhof. Mit Hilfe der Mitralklappe gelangt es in die linke Herzkammer. Durch die Aortenklappe wird das Blut in die Aorta und die Arterien des ganzen Körpers gepumpt.

Konventionelles EKG

Beispiel für gemessene Werte und Herzerkrankungen

Im folgendem wird der Kurvenverlauf des normalen EKG’s dargestellt. Anhand von Beispielen wird auf mögliche Veränderungen vom normalen EKG hingewiesen, die sich bei Herzerkrankungen ergeben können. Eine Auswahl der Werte die von EKG-Geräten gemessen werden, wird ebenfalls vorgestellt.  
Das normale EKG zeigt im Kurvenverlauf charakteristische Zacken. Diese werden mit den Buchstaben P, Q, R, S, T und U benannt.

Die P-Welle wird durch das Zusammenziehen der Vorhöfe erzeugt. Der erste aufsteigende Teil entspricht dem rechten Vorhof, der zweite absteigende Teil dem linken Vorhof.

Beispiele für eine Veränderung der P-Welle sind:

Von EKG-Geräten wird das PR-Intervall oftmals gemessen.

Die P-Q-Zeit oder auch PR-Intervall genannt, beginnt mit dem Beginn der P-Welle und endet bei Beginn des QRS-Komplexes. Die Erregung wird vom AV-Knoten gebremst und über das His-Bündel zu den Tawaraschenkeln übergeleitet (daher Überleitungszeit).Die Normaldauer beträgt zwischen 0,12 – 0,20 Sekunden. Ist das PR-Intervall länger als 0,20 Sekunden könnte z.B. ein AV-Block vorhanden sein.

QRS- Komplex

Die Erregung läuft über den linken Tawaraschenkel und die Trennwand der Kammer und wird als Q-Zacken im EKG sichtbar. In der R-Phase werden die meisten Herzmuskeln erregt, daher erscheint im EKG der große Zacken.Während der S-Phase wandert die Erregung von der Herzspitze zur Basis der rechten und linken Herzkammer.

Beispiele für eine Veränderung des QRS-Komplexes sind:

Die QRS-Dauer vom Beginn der Q-Welle bis zum Ende der S-Welle wird von EKG Geräten ebenfalls gemessen.

Es stellt die Dauer der Depolarisierung der Herzkammern dar. Die Normaldauer beträgt zwischen 0,08 und 0,12 Sekunden. Ist diese Dauer länger kann dies z.B. auf  das Vorhanden einer Leitungsstörung wie oben beschrieben hinweisen.

EKG-Geräte messen oftmals auch den QT/QTc Wert.

Dieses wird vom Beginn der Q-Welle bis zum Ende der T-Welle gemessen. Das QT-Intervall stellt die Dauer der Aktivierung und Erholung der ventrikulären Muskeln dar. Diese Dauer verhält sich reziprok zum Pulsschlag.

ST-Strecke

Alle Zellen der Kammern sind depolarisiert. Es entsteht eine iso-elektrische Linie, da in dieser Phase kein Strom fließt.

Beispiele für Veränderungen der ST-Strecke:

EKG-Geräte messen oftmals auch das ST-Segment und können dann u.a. die oben beschrieben Veränderungen erfassen.

T-Welle

Sie entspricht der Repolisariation der Kammern und zeigt in die gleiche Richtung wie die R-Zacke.

Beispiele für Veränderungen der T-Welle:

U-Welle

Dabei handelt es sich um eine der T-Welle folgende flache Erhebung, deren Herkunft noch nicht ganz geklärt ist. 

Mobile EKG Geräte

Mobile EKG Geräte wie das Cardio24 oder das Instant Check können damit folgende Parameter messen:

Mobile, leichte EKG-Geräte sind einfach zu bedienen und können überall eingesetzt werden.

Bei den heutigen Geräten, die in Praxen und Kliniken eingesetzt werden, lassen sich die Zeitintervalle der einzelnen Abschnitte eingeben, vermutliche Diagnosen ausdrucken. Durch die Verwendung integrierter Schnittstellen ist eine Datenübermittlung zur elektronischen Speicherung möglich.
Herzkreislauferkrankungen wie Herzinfarkt, Schlaganfall und Herzrhythmusstörungen gehören zu den häufigsten Krankheiten in den Industrienationen.

Damit zu Hause oder unterwegs einfach und jederzeit Messungen zur Überwachung der Herztätigkeit vorgenommen werden können, wurden mobile, sehr viel kleinere und leichtere EKG-Geräte entwickelt.

Mit dieser neuen Generation von mobilen EKG-Geräten können Herzkreislauferkrankungen frühzeitig erkannt und bestehende sicher überwacht werden. Bei Beschwerden kann sofort eine Aufzeichnung vorgenommen werden. Dem Arzt kann diese Aufzeichnung zur Beurteilung und fachkundigen Diagnosestellung vorgelegt werden.

Der Arzt kann mobile EKG-Geräte z.B. bei Hausbesuchen von Patienten mit Herzkreislauferkrankungen erfolgreich einsetzen.

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