Diabetes

Was ist Diabetes?

Diabetes mellitus (kurz: Diabetes) ist eine chronische Stoffwechselerkrankung. Sie verhindert, dass der Organismus des betroffenen Patienten lebenswichtige Energie aus der Nahrung richtig aufnimmt.

Der gesunde Mensch gewinnt den Zucker (die Glukose) aus der Nahrung, den er zu sich nimmt. Der Zucker wird dann über die Blutbahn zu den Körperzellen transportiert und kann dort als Energie genutzt werden. Damit die Glukose von den Zellen aufgenommen wird, produziert die Bauchspeicheldrüse das Hormon Insulin.

Bei Menschen mit Diabetes kann der Körper entweder nicht genug Insulin produzieren (Typ-1-Diabetes) bzw. spricht auf das produzierte Insulin nicht an – oder beides (Typ-2-Diabetes).

Die häufigsten Diabetes-Typen

Hat Ihr Arzt bei Ihnen einen Diabetes festgestellt? Dann haben Sie sicherlich viele Fragen zu Ihrer chronischen Erkrankung. Zunächst sollten Sie wissen, dass es vor allem zwei Diabetes-Typen gibt: den Typ 1 und den Typ 2. Die am häufigsten vorkommende Form ist der Typ-2-Diabetes. In Deutschland haben rund 7,5 Millionen Menschen Typ-2- und etwa 300.000 Typ-1-Diabetes.

Typ-1-Diabetes

Diabetes Typ 1 tritt häufig bei Kindern und Jugendlichen unter 19 Jahren auf – rund 30.000 von ihnen gehören zum Typ 1. Aber auch Erwachsene können daran erkranken. Ursache der Stoffwechselerkrankung ist die körpereigene, vollständige Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse. Beim Typ-1-Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse also wenig bis gar kein Insulin mehr. Die Körperzellen werden dann nicht mehr mit Zucker als Energiequelle versorgt. Dies führt zu einem Anstieg des Glukosespiegels im Blut und zu einer permanenten Überzuckerung (auch Hyperglykämie genannt). Menschen mit Typ-1-Diabetes müssen deshalb ihr Leben lang Insulin spritzen, um ihren Blutzuckerspiegel zu kontrollieren.

Typ-2-Diabetes

Diabetes Typ 2 tritt vor allem bei übergewichtigen Menschen ab 45 Jahren auf. Bei diesem Diabetes-Typ liegt zumeist eine Insulinresistenz vor, das heißt: Der Körper des Patienten produziert eigentlich noch genug Insulin, kann dieses aber nicht nutzen, um Glukose zu den Zellen zu transportieren. Der Blutzuckerspiegel ist dadurch ständig erhöht. Typ-2-Diabetes wird zunächst durch eine Ernährungsumstellung und dann mit Medikamenten (orale Antidiabetika, Inkretin-Mimetika ( nicht Insulinmimetika) Insulin) behandelt.

Schwangerschaftsdiabetes

Der Schwangerschafts- oder Gestationsdiabetes ist eine Diabetesform, die erstmals während der Schwangerschaft diagnostiziert wird (oft in der zweiten Schwangerschaftshälfte). Häufig kommt ein Gestationsdiabetes erst gegen Ende der Schwangerschaft vor und verschwindet meist wieder, sobald das Baby da ist.

Bei Frauen mit einem Gestationsdiabetes ist die Bauchspeicheldrüse nicht in der Lage, die erhöhte Menge an Insulin zu produzieren, die während der Schwangerschaft hormonell bedingt erforderlich ist. Somit kann die Glukose im Blut nicht in die Zellen abtransportiert und dort in Energie umgewandelt werden.

Die Folge ist eine dauerhafte Hyperglykämie oder Überzuckerung. Schwangere dürfen auch nicht alle Medikamente einfach so einnehmen. Die DaVita Deutschland AG behandelt deshalb Patientinnen mit Schwangerschaftsdiabetes sorgfältig in enger Abstimmung mit ihrem behandelnden Gynäkologen. Diese Frauen werden von der Diagnose bis zur Entbindung und darüber hinaus bei uns betreut. So können wir sicherstellen, dass die Mutter und das neugeborene Kind gesund bleiben.

Risikofaktoren für das Entstehen einer Typ 2 Diabetes

  • Übergewicht
  • Alter (älter als 45 Jahre)
  • Familiäre Vorbelastung (genetische Veranlagung)
  • Diabetes während der Schwangerschaft („Schwangerschaftsdiabetes“ bzw. Gestationsdiabetes)
  • Ethnische Herkunft

Hormonelle Erkrankungen oder eine Virusinfektion, aber auch eine Operation oder Stress können ebenfalls zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels führen. Bei manchen Menschen tritt Diabetes auch auf, obwohl sie Idealgewicht haben und niemand in ihrer Familie jemals Diabetes hatte.